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Kleintierrettung in 10 Meter Höhe: Happy End für junge Katze in Baum

Zeil am Main / Bischofsheim, Lkr. Haßberge. Das jämmerliche schreien einer Katze machte am Mittwochabend einen Zeiler Bürger, der zu Besuch im Stadtteil Bischofsheim war, auf die missliche Lage der Fellnase aufmerksam. Nahe des Ortseingangs saß ein Stubentiger in zehn Meter Höhe in der Astgabelung eines Baumes. Nachdem die Tierschutzinitiative Haßberge telefonisch nicht zu erreichen war, wie der Mann erzählte, sah er als letzten Ausweg nur noch die Rettung durch die Feuerwehr.
“Selbstverständlich retten wir nicht nur Menschen sondern auch Tiere”, sagte Kommandant und Einsatzleiter Tobias Hetterich, der zusammen mit 25 Einsatzkräften der Feuerwehren Zeil und Bischofsheim schnell vor Ort eintraf. Da der Einsatz der großen Drehleiter in der Baumreihe schwierig gewesen wäre, entschied sich Hetterich für eine Rettung mit der neuen dreiteiligen Schiebleiter. Bereits Ende Januar bei dem Großbrand eines Wohnhauses in Zeil erwies sich die Gerätschaft als sehr nützlich, als die Floriansjünger damit Menschenleben in letzter Sekunde retten konnten.
Gesichert mit Rettungsknoten und Rettungsleine stieg ein Feuerwehrmann die Leiter hinauf und brachte die Katze wieder auf die Erde. Auch wenn das anscheinend relativ junge Tier ansonsten recht zutraulich war, bedeutete der Transport im Arm des Ehrenamtlichen natürlich etwas Stress für das Tier. Sowohl die Katze als auch der Feuerwehrler überstanden die Rettungsaktion aber unverletzt.
Eine Familie aus Bischofsheim hat die schwarze Katze nun in ihre Obhut genommen. Der Anrufer, der den Alarm auslöste und selbst Katzenliebhaber ist, versprach der Feuerwehr sich mit einer großzügigen Geldspende erkenntlich zu zeigen, denn “alleine hätte es die Katze nicht nach unten geschafft”, zeigte sich der Mann überzeugt. Nach knapp einer Stunde war der tierische Einsatz beendet und die Bereitschaft wieder hergestellt.
Bericht + Foto: © Christian Licha

Alarmierungszeit: Dauer: Alarmierte Einsatzkräfte:
 24.02.2021 18:08 Uhr ca. 25 min FF Zeil, FF Bischofsheim

Brand in Sand / Gasgeruch in Zeil

Heute wurde unsere Drehleiter gegen 10 Uhr nach Sand zu einem Gebäudebrand B3 gerufen. Noch bevor wir ausgerückten, konnte von der Feuerwehr Sand Entwarnung gegeben werden. Es handelte sich lediglich um eine brennende Mülltonne. Somit blieben wir am Standort.
Nur einige Minuten später wurden wir in die Friedhofsstraße zu einem Gasgeruch gerufen. Vorort führten wir eine Gasmessung durch, die die Vermutung nicht bestätigte. Somit war auch dieser Einsatz beendet.   

Alarmierungszeit: Dauer: Alarmierte Einsatzkräfte:
 27.01.2021 09:48 Uhr ca. 25 min FF Zeil, FF Limbach, FF Sand, BRK, Polizei
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Brand Mehrfamilienhaus

Das Adrenalin schießt durch die Adern. Jetzt kommt es auf jede Sekunde an! Von der Integrierten Leitstelle Schweinfurt (ILS) alarmiert, schallt das Einsatzstichwort “Rauch aus Fenster, Personen in Gefahr” aus dem Funkrufmelder. Die ehrenamtlichen Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Zeil stürmen aus ihrem Bett, in die bereitgelegte Einsatzkleidung hinein und ab geht es zum Feuerwehrgerätehaus. In der Nacht zum Mittwoch war dieses Szenario gegen 1:30 Uhr wieder einmal Wirklichkeit geworden.
Am Einsatzort in der Bamberger Straße stellte sich die Lage aber noch ernster dar, als zunächst angenommen. Auch Kreisbrandmeister David Amling sah schon bei seiner Anfahrt, dass wohl ein größerer Einsatz bevorsteht: “Wenn man in der Nacht dunkle Rauchwolken über dem Einsatzort erkennen kann, dann ist das Einsatzszenario schon sehr ernst”. Der Hauseingang des Mehrfamilienhauses und die rückwärtige Seite des Gebäudes standen bereits in Flammen. “Erste Priorität hatte für uns die Personenrettung”, sagte Kommandant Tobias Hetterich, der auch die Einsatzleitung inne hatte. Die Bewohner waren in Panik, standen am Fenster und riefen um Hilfe. Zwei Personen aus dem ersten Obergeschoss wurden mit einer Steckleiter gerettet, während für eine andere Person im Dachgeschoss der Einsatz der Drehleiter notwendig war. Alle drei Bewohner im Alter von 16, 19 und 59 Jahren erlitten eine Rauchgasinhalation. Sie wurden durch den BRK-Rettungsdienst sowie einer Notärztin medizinisch erstversorgt und anschließend mit zwei Rettungswagen zur weiteren Behandlung und Überwachung in eine Klinik eingeliefert. Lebensgefahr bestand nicht. Eine vierte Bewohnerin im Alter von 27 Jahren wurde ambulant behandelt.
Dass er sich auf sein Team verlassen kann, weiß Tobias Hetterich. Und auch das moderne technische Gerät und zweckmäßige Einsatzfahrzeuge ist in der Fachwerkstadt selbstverständlich vorhanden. Seit dem Notruf waren nur zehn Minuten vergangen bis alle Bewohner gerettet und im Freien waren. Mit dieser sehr sportlichen Leistung konnten schwerere Verletzungen vermieden werden. Dass es nicht sogar tödlich für die Bewohner endete, haben sie den Rauchmeldern in dem Wohnhaus zu verdanken. Der leise “Killer”, nämlich das Kohlenmonoxid kann vom Menschen mit keinem Sinnesorgan wahrgenommen werden, erklärte der Kommandant. Immer wieder gebe es Fälle, bei denen Menschen im Schlaf an der Vergiftung sterben, ohne sie vorher zu bemerken. Auch zwei Hunde konnten durch die Bewohner rechtzeitig gerettet werden. Das Schicksal einiger Katzen, die sich im Dachgeschoss und im Keller befanden war vor Ort allerdings ungewiss.
Der zweite Schritt galt der Brandbekämpfung. Die Flamen breiteten sich rasend schnell auf den gesamten Dachstuhl aus. Mit zwei Atemschutztrupps im Innenangriff , mehreren Strahlrohren von außen und insgesamt drei Drehleitern aus Zeil, Haßfurt und Ebelsbach wurde der Großbrand bekämpft. Die Flammen schlugen zum Teil meterhoch aus den Fenstern, dichte dunkle Rauchwolken stiegen über dem Wohnhaus auf. Durch die Ziegeleindeckung des Daches gestalteten sich die Löschmaßnahmen langwierig und schwierig. Das Dach musste teilweise abgedeckt werden, um an den Brandherd zu gelangen. Es dauerte mehrere Stunden, bis das Feuer unter Kontrolle war. Durch den massiven Löscheinsatz konnte ein Übergreifen durch Funkenflug auf benachbarte Wohnhäuser vermieden werden. Als schließlich in den frühen Morgenstunden der Vollbrand soweit gelöscht war, wurde ein Bagger mit Greifarm eines benachbarten Recyclingbetriebes eingesetzt um das komplette Dach abzureißen. Dies war notwendig um auch die letzten Glutnester ablöschen zu können.
Dass die Kameraden der Feuerwehr zusammenhalten, egal aus welchem Ort sie kommen, ist eine Selbstverständlichkeit für sie. Insgesamt 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Zeil, Schmachtenberg, Ziegelanger, Haßfurt, Ebelsbach und Sand kämpften gemeinsam gegen die Flammen. Zwei Fachberater des Technischen Hilfswerkes (THW) Haßfurt unterstützen die Feuerwehrkräfte mit ihrem umfangreichen Wissen in Sachen Bautechnik. Das Bayerische Rote Kreuz war ebenso mit einem Großaufgebot vor Ort. Insgesamt fünf Rettungswagen aus Haßfurt, Hofheim, Eltmann und Zeil sowie zwei Notärzte aus Haßfurt und Hofheim. Im Laufe des Einsatzes wurden zudem die ehrenamtlichen Schnelleinsatzgruppen Betreuung, Verpflegung und Transport 1 nachalarmiert, die ihre Verpflegungsstation in der Lagerhalle eines in der Nähe liegenden Malerbetriebes einrichteten, dessen Inhaber unkompliziert seine Räume zur Verfügung stellte. Auch die Polizeiinspektion Haßfurt war mit Unterstützungskräften und mehreren Streifen im Einsatz. Noch in der Nacht kam auch die Kriminalpolizei zum Unglücksort, um mit ersten Ermittlungen zu beginnen. Offensichtlich ist das Feuer im hinteren Bereich des Hauses ausgebrochen. Die Ursache dafür stand jedoch zunächst noch nicht fest.
Bürgermeister Thomas Stadelmann eilte zum Einsatzort um sich selbst ein Bild des Schadensausmaßes zu machen. Das Wohnhaus in der Nähe zum Bahnhof ist dem Stadtoberhaupt nach eigenen Angaben selbst bekannt, als Kind sei er des Öfteren dort gewesen. Das Haus dürfte nach Stadelmanns Worten aus der Zeit um die 1920er-Jahre stammen. Seinen ausdrücklichen Dank sprach der Bürgermeister allen Einsatzkräften aus, die noch Schlimmeres verhindert haben und 365 Tage im Jahr rund um die Uhr für das Wohl der Allgemeinheit bereitstehen. Das sei bei weitem keine Selbstverständlichkeit seine Freizeit zu opfern, so Stadelmann. Auch von den Investitionen in die Feuerwehr zeigte sich er sich überzeugt: “Jeder Cent der in die Feuerwehr gesteckt wird, ist richtig investiert”. In diesem Zusammenhang erinnerte Kreisbrandinspektor Peter Pfaff, der gleichzeitig auch Zeils dritter Bürgermeister ist, an die Diskussionen im Stadtrat als es vor einigen Jahren um die Beschaffung einer neuen Drehleiter ging. Die Anschaffung des neuen Fahrzeuges sei schlussendlich die richtige Entscheidung gewesen. “Spätestens beim heutigen Einsatz hat sich unsere Drehleiter voll bezahlt gemacht”, so Pfaff.
Die Löscharbeiten dauerten bis in die Mittagsstunden des Mittwochs, Gleichzeitig war auch die Bamberger Straße und der Mittelweg im Bereich des Einsatzortes für den Verkehr komplett gesperrt. Nachdem das Dach des Hauses komplett abgetragen war, wurde noch einige Stunden eine Brandwache gestellt. Insgesamt waren somit die Floriansjünger über 13 Stunden gefordert.

+++UPDATE+++
Die Polizei Unterfranken hat in einer Pressemitteilung die vermutliche Ursache für den verheerenden Brand in Zeil am Main mitgeteilt. Darin heißt es, dass die Brandfahnder der Schweinfurter Kripo den Brandort am Mittwoch besichtigten. Demnach dürfte die Ursache im Zuge der Entsorgung von noch nicht erkühlten Glut- und Ascheresten liegen. Der Sachschaden wird auf gut eine halbe Million Euro geschätzt.

Bericht/Fotos: Christian Licha

Alarmierungszeit: Dauer: Alarmierte Einsatzkräfte:
 27.01.2021 01:32 Uhr ca. 15 Std FF Zeil, BRK, Polizei

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Tel.: 09524 1540

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Homepage: www.feuerwehr-zeil.de

 

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Tel.: +49 (0)170 9989448 

 

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Volker Winkelmann (1. Vorstand)
Laucha Str. 12
97475 Zeil

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